Sa

01

Mai

2010

Kick-Ass Review

"Habt ihr noch nie One night in Spiderman gesehen?"

 

Was braucht es um ein Superheld zu sein? Man wird von einer radioaktiven Spinne gebissen. Vielleicht hat man auch einfach zu viel Geld und kauft sich tolle Gadgets um die bösen Verbrecher fertig zu machen.

Nein. In Matthew Vaughns Film da braucht es nur dreierlei Sachen, die da wären Langweile, Depression und absolute Einsamkeit und vielleicht hier und da noch ein bisschen Lebensmüdigkeit. Das Ergebnis ist Kick-Ass.

 

Dave Lizewski (Aaron Johnson) ist, wie immer, ein ganz normaler Junge der von anderen Leuten weder gemocht wird, noch zu irgendwelchen coolen Gangs gehört. Also hängt er mit seinen zwei Freunden in Comicläden rum und weiß nicht so recht was er mit seinem Leben anfangen soll.

 

Doch dann stellt sich Dave die Frage: "Warum hat sich nie jemand als Superheld versucht?" Also wird sich kurzerhand ein zu enger Anzug gekauft und dann geht die Verbrecherjagd los. Jedoch muss Kick-Ass, wie er sein Alter Ego nennt, schon schnell feststellen das das Superheldendasein nicht so schön und einfach ist wie es in den Filmen dargestellt wird.

 

Er gerät in Schwierigkeiten, wird jedoch von einem geheimnisvollen Mädchen, welches sich selbst Hitgirl (Chloe Moretz) nennt gerettet. Es stellt sich heraus, dass Hitgirl und ihr Vater Big Daddy (Nicolas Cage) auch Superhelden sind.

 

Kick-Ass gerät immer mehr hinein, wo er sich besser hätte raulassen sollen. Letztendlich ist ihm Mafiaboss Frank D'Amico (Mark Stong) und sein Sohn Chris D'Amico (Christopher Mintz-Plasse) auf den Fersen....

 

 

Als ich zum ersten Mal den Trailer von Kick-Ass gesehen habe, fragte ich mich ob man diesen Film ernst nehmen kann. Doch im nachhinein kann ich sagen, dass dies der Fall ist. Man erwartet einen lustigen Actionfilm, der sich jedoch als hier und da sehr brutaler Actionthriller herausstellt.

Vor allem in den Szenen, in denen Big Daddy mit seiner kleinen Tochter Hitgirl zu sehen sind, wird nicht an Brutalität gegeizt. Jeder kann natürlich selbst bestimmen, ob einem ein 12-13 jähriges Mädchen, welches 15 Männer auf brutalste Weise umbringt gefällt, oder nicht. Man sollte Kick-Ass in diesem Fall aber nicht als sehr anstößig darstellen. Er versucht mit dieser Rolle des kleinen unschuldigen Mädchens Hitgirl zu schockieren und ich kann nur sagen, dass tut er auch in den meisten Fällen.

 

Aaron Johnson verkörpert hier mal wieder das Image, welches auch Michael Cera oder Jesse Eisenberg gerne verkörpern. Der zurückgezogene Nerd, der noch nie eine Freundin hatte und nicht weiß was er mit seinem Leben anfangen soll. Ich finde diese Rolle spielt er ziemlich gut und auch seine Rolle als Kick-Ass passt sehr gut. Man kann ihm ansehen wie er mit jedem Schlag den er einstecken muss, selbstbewusster wird und sich letztendlich für einen echten Superhelden hält.

 

Chloe Moretz und Nicolas Cage als Hitgirl und Big Daddy. Ja mein absolutes Highlight im Film. Ein Vater und seine Tochter, die sich ein festes Ziel gesetzt haben und alles dafür tun würden dieses zu erfüllen. Die Szenen mit den beiden sind einfach genial und ich musste wirklich oft lachen, weil die Bilder einfach so grotesk waren. Trotz der vielen Action mit den beiden bringen sie doch trotzdem noch dieses Familiengefühl rüber, welches im Film für ein gewisses Drama sorgt. Nicolas Cage hat hier mal wieder eine gute Rolle abbekommen, welche ihm genau passt, so wie es sein sollte.

 

Christopher Mintz-Plasse spielt seine gewohnte Rolle, wie man sie schon aus z.B. Year One kennt. Man kann ihn einfach nicht so richtig mögen und ich denke das soll man auch gar nicht. Ist er in der einen Szene ein netter Kerl, ist er in der anderen wieder das komplette Gegenteil und bringt die Helden in gefährliche Situationen. Die Rolle passt zu ihm und seinem auftreten, mal sehen was noch so von ihm kommt.

 

Fazit: Kick-Ass hat mich tatsächlich sehr überrascht. Ich wusste, dass ich einen guten Film sehen würde, aber ich wusste nicht, dass ich einen grandiosen Film sehen würde. Ich habe nicht allzu viel erwartet, wurde jedoch von den Charakteren und der vielen Action mitgerissen und ich kann wirklich nur jedem empfehlen: Ansehen und Spaß haben!

 

Norman 

 

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Kommentare: 1

  • #1

    Ticki (Montag, 10 Mai 2010 01:39)

    Ich muss ganz ehrlich sagen das ich erst nich glauben wollte das der film brutal sein könnte.
    Aber du hattest recht!
    Ich muss auch ganz ehrlich sagen das ich den film nicht witzig aber trozdem super.Nur manchmal find ich die gewallt schon krass ich meine blut und abgetrennte körperteile hätte ich nicht unbedingt erwartet.
    Die rollen von Hit Girl und Big Daddy finde ich
    ziemlich gut und ob mans glaubt oder nicht man muss durch die beiden über die ganze selbstjustiz und gewallt nachdenken.
    Erwehnenswet finde ich aber auch den soundtrack der ziemlich gut zu den situationen passt und auch die stimmung gut einfängt.
    Alles in allem wars ein superfilm obwohl ich sagen muss das ich am ende(das mich irgendwie an quentin tarantino erinnerte) sehr deprimiert war.

    Meine empfehlung schaut ihn euch an, ABER erwartet keine komödie sondern einen wirklich ernst zunehmenden film.

    mfg Ticki

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