Do

29

Jul

2010

Inception Review

Your mind is the scene of the crime

 

2 Jahre ist es her, da hat uns Regisseur Christopher Nolan, der sich mittlerweile zu einem der angesehensten Regisseure im Filmgeschäft gemausert hat, mit der bis Dato besten Batman Verfilmung beglückt. Nach diesem riesen Erfolg wurde die Messlatte für Nolan um Längen weiter nach oben verlegt und jetzt kommt er mit seinem neuen Film, der den Namen Inception trägt, dessen Erwartungen dank des hohen Budgets und der Riege an Schauspielern so hoch sind, dass sie kaum erfüllbar scheinen. Doch wer Nolan kennt und The Dark Knight gesehen hat, weiß, dass diese Erwartungen nur übertroffen werden können und eins sei gesagt: Das ist der Fall.

 

Cobb (Leonardo DiCaprio) ist der beste Extractor den die Welt je gesehen hat. Er dringt tief in das Unterbewusstsein seiner Ziele ein um sie dann zu bestehlen, wenn sie am verwundbarsten sind, nämlich wenn sie tief und fest schlafen. Seine Begabung öffnet ihm einige Türen, jedoch wird sie ihm zum Verhängniss. Er wird gezwungen sein Land zu verlassen und verliert jeglichen Kontakt zu seiner Familie.
Auf der Suche einen Weg zurück nach Hause zu finden, trifft er auf einen Mann namens Saito (Ken Watanabe), der ihm ein unglaubliches Angebot unterbreitet. Er behauptet er könne Cobb zurück in sein Land bringen, wenn er ein Auftrag für ihn erfüllt. Dieser Auftrag stellt sich als fast unmöglich heraus, denn es handelt sich um die Methode, Menschen im Traum einen Gedanken einzupflanzen, der dort fest verankert wird. Diese Methode nennt sich Inception und Cobb weiß, wie man selbige durchführt.
Alleine kann Cobb diesen Auftrag jedoch nicht erfüllen. Er muss sich ein Team aus den besten zusammenstellen um das perfekte Verbrechen, mit sorgfältiger Planung durchzuziehen...

 

 

Hier ist es nun das neue Werk, nein man darf sagen Meisterwerk des Topregisseurs Christopher Nolan und wie gespannt war ich, als ich das Kino mit den vielen vielen anderen Leuten betrat, die alle mindestens genauso gespannt aussahen wie ich. Diese Spannung blieb erhalten, bis zur wirklich allerletzten Szene, bis das Bild Schwarz wurde und das Publikum das Kino in schallenden Applaus hüllte. Wie lange ist es her das ich sowas miterleben durfte. Applaus für den Film, Applaus für den Regisseur. Gänsehautfeeling.

 

Inception ist einer dieser Filme, auf die man wartet und einer dieser, die man von einem Regisseur wie Nolan erwartet.
Inception ist nicht nur ein Film, er ist von vorn bis hinten ein Denkspiel und complete mindfuck in perfection. Während man anfangs noch einen sehr guten Überblick über die Ereignisse hat, ist es im späteren Verlauf des Films unbedingt wichtig, genau aufzupassen, um auch ja nichts von der atemberaubenden und perfekt inszenierten Story zu verpassen. Genau dieses Spiel mit den Gedanken und auch das Spiel mit dem Verstand des Publikums, machten auch schon Filme wie Matrix aus und in Inception wird es perfektioniert. Genau aus diesem Grund wird man hier für gute 150 Minuten an die Leinwand gefesselt und will nicht einmal Zwinkern, um auch nichts zu verpassen.
Die Geschichte, sowie jedes kleinste Detail ist perfekt durchdacht worden. Habe ich zuvor darüber geschmunzelt, dass Nolan 10 Jahre mit dem Schreiben des Drehbuchs verbracht hat, so sehe ich im Nachhinein, wo er diese Zeit reingesteckt hat. Von der Zeitverschiebung im Traum bis hin zur Schwerelosigkeit, die im wirklichen Leben nur Sekunden dauert, sich im Traum jedoch über Minuten hinzieht, ist alles dabei und war einfach nur beeindruckend.

 

Die Auswahl der Schauspieler ist hier so passend, wie sie nur sein könnte. Hier finden sich Ausnahmeschauspieler, Schauspieler aus anderen Genres, die hier ihre beste Leistung seit langem abliefern. Leonardo DiCaprio, Joseph Gordon-Levitt, Ellen Page, Tom Hardy, Cillian Murphy, alle spielen sie hier einfach wunderbar und glaubwürdig. Jeder der verschiedenen Charaktere hat seinen eigenen Charakter und mit jedem einzelnen fiebert man mit. Es ist nicht nur DiCaprio der hier im Vordergrund steht. Es ist, als wären alle Charaktere in ihrer Weise die Hauptrolle und trotzdem ist DiCaprio hier immernoch der Leitwolf.

 

Inception bietet außerdem eine Reihe an wunderbar anzusehenden Effekten, von dem ‚Aufrollen‘ einer ganzen Stadt, bis hin zu einer riesen Anlage, die durch eine Explosion in Schutt und Asche zerlegt wird. Diese Effekte sind atemberaubend und bildgewaltig, dass einem beim hinsehen die Spucke weg bleibt.

 

Zum Schluss gibt es noch zu sagen: Inception ist für mich der Film des Jahres, da besteht überhaupt kein Zweifel. Christopher Nolan hat sich mit The Dark Knight bei mir beliebt gemacht, doch mit Inception, ist er bei mir bis ganz nach oben auf der Regisseurenliste geschossen. Wir werden noch noch viel Gutes von ihm bekommen und darauf freue ich mich jetzt schon.

 

Fazit: Bildgewaltig. Bombastisch. Atemberaubend. Verschachtelt. Durchdacht. Inception bietet alles was der Filmfan heutzutage sehen möchte und für Fans von Filmen wie Matrix sogar noch einiges mehr. Ein perfekter Film, den jeder sehen sollte. Punkt.

 

 

Norman

 

 

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